Advent, die Zeit …

… ohne Zeit

Am kommenden Sonntag ist erster Advent. Manche scheinen das für einen Countdown zu halten. Viele reagieren gestresst. Unberührt scheint jedenfalls niemand zu bleiben, weil schon ein Lied mit Bezug auf das letzte Weihnachtsfest heftigste Reaktionen auslösen kann.

Zudem ist Advent die Zeit, in der Punsch für caritative Zwecke ausgeschenkt wird. Gewissemaßen wird Alkohol zu Gunsten der Opfer von Alkoholmissbrauch verkauft. Es ist auch die Zeit in der in rasender Eile mehr Geld ausgegeben wird als vorhanden ist. Vielleicht, um sich jene Liebe zu kaufen, die man während des Jahres durch mangelnde Aufmerksamkeit versemmelt hat. Zeit, weil es das Wertvollste überhaupt ist. Vielleicht wollen es deswegen so wenige Leute verschenken?

Es ist genau das was ich meinen Eltern und meiner Familie und meinen FreundInnen schenke: Zeit. Und das das ganze Jahr über. Ich bin immer da, wenn ich gebraucht werde. Ich komme schon, bevor man fragen muss, weil ich auf meine Lieben achte. Umgekehrt ist es übrigens genauso. Also wer jetzt noch glaubt, dass Zeit ein Objekt ist, das man einwickeln kann, dem ist auch mit Punsch nicht zu helfen.