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Blick ins Lektorat

Donnerstag, 23. März 2017
Fachlektorat

Fachlektorat

Wissenschaft

Wissenschaftslektorat ist erste Qualitätssicherung vor dem Peer Review.

Als Fachlektorin habe ich das Privileg, den ersten Blick auf ein neues Forschungsergebnis werfen zu dürfen. Um WissenschaftsautorInnen bei ihrem Publikationsvorhaben sinnstiftend zu begleiten, sind meinerseits Fachkenntnisse am Puls der Forschung erforderlich. Über das reine Korrektorat hinaus kann ich dadurch auch strukturierend und inhaltlich eingreifen. Als vorschlaggebende Instanz - gerne auch als Diskussionspartnerin - bleiben meine Änderungen im Text nachvollziehbar. Ob meine Korrekturvorschläge und Kommentare zu Sachproblemen angenommen, verworfen oder inhaltlich aufgegriffen werden, entscheiden die VerfasserInnen.

In eigener Sache

Blind für den eigenen Text, Struktur, Inhalt, Querbezug? Mein Fachlektorat verhilft Ihnen zu neuen Perspektiven.

© Sistlau

Leitfaden Freies Lektorat

Universelles Design - Audio

Mittwoch, 25. April 2012
Universal Design Stele (Entwurf): Gebärdensprache, Audiodeskription, Easy-to-Read

Universal Design Stele (Entwurf): Gebärdensprache, Audiodeskription, Easy-to-Read

Erstmals wird in einer temporären Ausstellung in Österreich Universal Design angeboten. Die bayerisch-oberösterreichische Landesausstellung 2012 “Verbündet Verfeindet Verschwägert” (27. April bis 4. November 2012) berücksichtigt vor allem im ehemaligen Chorherrenstift Ranshofen - eingeschränkt auch im Schloss Mattighofen -, Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Universelles Design

Tatsächliche Barrierefreiheit bedeutet mehr, als den Zugang für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen nach ÖNORM zu ermöglichen. Baurichtlinien berücksichtigen nur einen Aspekt der erforderlichen Barrierefreiheit im Museums- und Ausstellungswesen. Der inhaltliche Zugang muss durch multisensorische Angebote für Augen, Ohren und Hände ebenfalls gewährleistet werden. Personale Vermittlung kann eine gleichberechtigte Teilhabe zu den Inhalten einer Ausstellung nicht alleine erfüllen. Selbst der Kreis mobilitätseingeschränkter Personen ist heterogen. Mentale und sensorische Fähigkeiten, Bildung, Geschlecht, Alter und vieles mehr machen alle Interessierten mit und ohne Bewegungshilfe gleichermaßen zu Menschen mit differenzierten Bedürfnissen. Das Design-Motto “Entwickle für die Jungen, und du schließt die Alten aus. Entwickle für die Alten, und du schließt die Jungen ein.” bedeutet auf Universal Design übertragen: Multisensorische, inhaltlich leicht erfassbare und mobil leicht erreichbare Angebote sind für alle Menschen vorteilhaft und nicht nur für jene, die es tatsächlich benötigen.

Barrierefrei durch
“Verbündet Verfeindet Verschwägert”

Das Beziehungsgeflecht der Adelsfamilien Habsburg und Wittelsbach sowie das Verhältnis Österreich und Bayern ab dem Mittelalter sind zentrale Themen der im Innviertel gezeigten, grenzüberschreitenden Landesausstellung 2012. Die komplexen Inhalte, die etliche Forschungsgebiete in sich vereinen, für interessierte Laien aufzubereiten, war bereits in der Basisarbeit eine große Herausforderung. Die üblichen Raum-, Bereichs- und Objekttexte sowie Installationen durch barrierefreie Zugänge besucherfreundlich zu komplettieren, wurde von buero fuer kommunikation und gestaltung prenn_punkt übernommen. Dazu wurden - unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten Räume und  Ausstellungsgestaltung - multisensorische Elemente sowie inhaltliche Aufbereitungen integriert.

Universal Design Stelen fungieren als inhaltliche Klammern von Ausstellungsabschnitten. Die Stelen bieten Zuspielungen in Gebärdensprache, Audiodeskriptionen mit Raumorientierung (zwei SprecherInnen) für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen sowie Kurzinformation in Easy-to-Read.

In die Ausstellungen in Ranshofen und Mattighofen wurden multisensorische Stationen integriert. Taktile Folien ermöglichen Blinden, Bilder und Objekte zu ertasten. Erfahrungsgemäß werden diese auch gerne von Sehenden angenommen. Duftstationen und Musikzuspielungen bereichern den Ausstellungsbesuch zusätzlich. Bei vierzehn Milestone-Points können mit entlehnbaren Spezialgeräten (an der Kasse entlehnbar) Interviews mit Orientierungshilfen und Zusatzinformationen zu Exponaten abgerufen werden.

Ein eigener Juniorpfad, der selbstbestimmt erforscht werden kann, lädt Kinder und Jugendliche zum Lesen, Tanzen, Hören, Anfassen, Ausprobieren, Riechen und sogar zum Mitnehmen ein.

In eigener Sache

Gerne mache ich Ihre Projekte inhaltlich für alle Menschen zugänglich.

  • Vorlage für Übersetzung in Gebärdensprache
  • Audiodeskription inklusive Raumorientierung (ein/e oder mehr Sprecher/innen)
  • Easy-to-Read (zielgruppenspezifisch)
  • Juniortexte

© Sistlau