Inspiration auf Vorrat

ABC statt To-do-Liste

Inspiration wächst nicht auf Bäumen – angeblich. Gartenmenschen und Waldfans werden vermutlich das Gegenteil behaupten. Es ist gut zu wissen, wo man selbst Inspiration finden und schöpferische Kraft tanken kann. Bevor die dunkle Jahreszeit mit Dunkelheit, Schnee und Eis die Gemüter überzieht, ist es vorteilhaft eine Inspirationsliste anzulegen. Wie wäre es, zur Abwechslung einmal eine alphabetische Liste statt einer To-do-Liste anlegen?

Von der Kunst, einfach anzufangen

Meine Liste

A wie Absurdistan & Archäologie
B wie Bilder & Bücher
C wie cum tempore & Crossover
D wie Dada & Donald (Duck natürlich!)
E wie ExzentrikerInnen
F wie Fotografie
G wie Gespräche
H wie Hälften wie Halbwissen, Halbwahrheiten
I wie Idealismus
J wie Jazz
K wie Kunst & Krempel
L wie Lemminge (menschliche) & Luftschlösser
M wie Metal & Multisensorisches
N wie Nonsens
O wie Oldtimer
P wie Panoptikum
Q wie Quellenstudium & Quasseln
R wie Redaktionsschluss & Reisen
S wie Selbsterkenntnis
T wie Trödel & Tee
U wie Utopien
V wie Verballhornung & Vielfalt
W wie Wasser (fließend) & Wein (rot)
X wie Xanthippe
Y wie Y-Chromosomler
Z wie Zeitzeugen & Zuhören

In eigener Sache

Keine Inspiration? Faden gerissen?
Ich kann Ihnen helfen!

 Inspiration: Wie Gedanken in den Kopf kommen und daraus Ideen entstehen

Schreibblockade

Abwechslung ist gut

Schreibblockaden lassen sich auf vielfältige Weise aufheben. Etliche Literaten schwören auf Entspannung. Von der Tasse Tee bis zur Reflexzonenmassage ist alles möglich, was locker und glücklich macht. Manche Schreibenden stimulieren sich mit thematisch passenden multisensorische Reizen (Düfte, Farben, Klänge, Materialien etc.) und erstaunlich viele Autoren setzen Schreiben als tägliches Arbeiten nach Plan um.

Egal wie, aber verfallen Sie nicht dem Entspannungsstress anstatt zum Blockadebrecher zu werden. Wenn die bisher bewährten Methoden nicht funktionieren, nicht verzweifeln, sondern Methoden wechseln. Und nicht vergessen: Blockschokolade ist keine Lösung!

 Von der Kunst, einfach anzufangen

Inspiration

„Schreibblockade“ weiterlesen

Work in progress: Vokabular & Inhalt

Wortwahl und Information

Als beispielhafter Orginaltext wurde nachfolgend ein Satz aus der Wehrkirchendokumentation Edlitz gewählt. Die anspruchsvollen Informationen sind inhaltlich aufbauend. Wehrkirchen werden historisch und architektonisch vorgestellt.

Der Orginaltext wird – ohne den Zusammenhang zu berücksichten – nur strukturell analysiert. Die nachfolgenden Übersetzungen nehmen daher auch Bezug auf bereits Erwähntes innerhalb der Wehrkirchendokumentation und weichen vom Originaltext ggf. ab.

1 – Originaltext

Die schwierigen Wörter sind fett geschrieben:

Wohl wissenschaftlich weitgehend dokumentiert, sind diese Objekte im Bewusstsein der Bevölkerung nicht besonders verankert.

Übersetzung (am leichtesten)

Wenige Menschen wissen etwas über Wehr-Kirchen.

2 – Originaltext

Die unnötigen Wörter sind fett geschrieben:

Wohl wissenschaftlich weitgehend dokumentiert, sind diese Objekte im Bewusstsein der Bevölkerung nicht besonders verankert.

Übersetzung (leichter)

Fachleute wissen über Wehrkirchen Bescheid. Sie wissen, worauf sie achten müssen. Für die meisten Menschen sehen sie wie normale Kirchen aus. Das ist falsch. Sie sehen anders aus. Das hat Gründe.

3 – Originaltext

Die beiden Kernaussagen sind fett geschrieben:

Wohl wissenschaftlich weitgehend dokumentiert, sind diese Objekte im Bewusstsein der Bevölkerung nicht besonders verankert.

Übersetzung (leicht)

Die Wehrkirchen sind in der Wissenschaft gut bekannt. Es gibt zu jeder Wehrkirche einen wissenschaftlichen Steckbrief. Er enthält viele Informationen ab der Erbauung. Die Kirchen sind vermessen und fotografiert worden.

Die Wehrkirchen werden trotzdem von den wenigen Menschen erkannt. Die meisten Menschen halten sie für normale Kirchen. Viele Unterschiede sind unauffällig.

Siehe dazu

Work in Progress – Struktur & Rhythmus (online ab 20. September 2018).

In eigener Sache

Ich freue mich, dass ich im Rahmen der inklusiven Museumslösung zum Projekt beitragen konnte.

 

Klappentext

… ist kein Waschzettel

Bei Büchern mit Umschlag ist der Klappentext tatsächlich noch in den Einschlagklappen des Umschlags zu finden. Bei Taschenbüchern wird der Klappentext seinem Namen meist nicht mehr gerecht, da er ebenso im Inneren – hinter dem Schmutztitel – gedruckt wird wie außen auf der Buchrückseite. „Klappentext“ weiterlesen

Wien für AutorInnen

Lokalkolorit:  Kipferl ≠ Hörnchen

Wien und seine Kaffeehäuser: Literarische Schauplätze für Mord, Totschlag, Kabale, Liebe und erweitertes Wohnzimmer von Literaten.

Die besondere Beziehung der Wiener zum Kaffee und den Kaffeehäusern hat Tradition. Der Beute aus dem türkischen Heerlager wurden die berühmten Kipferln – ein Spottsymbol auf den besiegten türkischen Halbmond – zur Seite gestellt. Die Kipferln werden in Deutschland übrigens Hörnchen genannt, während die Hörnchen hierzulande eine Nudelsorte sind. Deutsches Deutsch gleicht dem österreichischen Deutsch seltener als man annehmen möchte!

Duden – Wie sagt man in Österreich?

Kaffee

Aber zurück zum Kaffee: Kaffeebohnen für den Eigenbedarf zu rösten, ist eine Kunst, die 1862 der Kaffeeröster Julius Meinl den Haushalten im großen Stil abgenommen hat. „Wien für AutorInnen“ weiterlesen

Positiv formulieren

Verbessern statt beckmessern

Schlechte Nachrichten sind schlimm genug. Die weitere Zusammenarbeit zusätzlich durch unüberlegte Kommunikation zu belasten, ist nicht zielführend. Es ist wichtig zu bedenken, dass schriftliche Kommunikation auch unter neutralen Umständen kompliziert ist. Schließlich sind wir sind alle nur Menschen. Durch das Fehlen von multisensorischen Eindrücken (z. B. Tonfall und Körpersprache) bei schriftlicher Kommunikation kommen Informationen nur rudimentär beim Adressaten an. Missverständnisse sind somit vorprogrammiert.

 Duden – Geschäfts- und Privatkorrespondenz

Positiv statt negativ

Es empfehlenswert, Negatives neutral strukturiert und positiv besetzt zu vermitteln. „Positiv formulieren“ weiterlesen

Leichte Sprache – Schreibtipps

Was man über Leichte Sprache wissen muss

Leichte Sprache ist wichtig.

Leichte Sprache verstehen alle.

Leichte Sprache brauchen sehr viele.

Leichte Sprache hat Regeln.

Leichte Sprache muss man lernen.

Leichte Sprache macht oft Texte länger.

Leichte Sprache hat drei Sprachstufen.

Leichte Sprache braucht Gestaltung.

Schreibtipps für Leichte Sprache

Wörter

Erlaubt

  • kurz
  • einfacher/geläufiger Grundwortschatz
  • Wiederholungen
  • Verben statt Nomen
  • Positiv statt Negativ
  • Aktiv
  • Binde-Strich (Koppel-Wörter)

Verboten

  • lang
  • komplizierter/ungewöhnlicher Wortschatz (Fachvokabular, Fremdwörter, „Denglisch“ )
  • Kindersprache
  • Nomen statt Verben
  • Negativ statt Positiv
  • Passiv statt Aktiv
  • Konjunktiv
  • Abkürzungen
  • Silbentrennung
  • abstrakte Begriffe
Empfohlen
  • Umgangssprache
  • Dativ statt Genetiv
  • Zahlen statt Zahlwörter
  • Sonderzeichen absprechen/erklären
  • Perfekt oder Präteritum absprechen/abklären

Zahlen

Erlaubt

  • arabische Zahlen
  • einige
  • wenig
  • viel
  • mehr
  • sehr viel
  • wichtige Angaben

Verboten

  • römische Ziffern
  • unnötige historische Jahreszahlen
  • relative Zeitangaben (das erste Viertel des 2. Jahrtausends vor Christus)
  • unwichtige hohe und/oder detaillierte Angaben
Empfohlen
  • Datum
  • Uhrzeit
  • Zeitangaben
  • Sonderzeichen absprechen/abklären
  • Telefonnummern mit Leerzeichen

Sätze

Erlaubt

  • kurz
  • eine Aussage pro Satz
  • „oder, und, weil, wenn“ am Satzbeginn
  • persönliche Anrede bei Erwachsenen „Sie“

Verboten

  • lang (über 8 Wörter)
  • mehrere Satzteile
  • mehrere Aussagen pro Satz
  • persönliche Anrede bei Erwachsenen „Du“ (außer privat)
  • Worthülsen
  • Redewendungen

Texte

Erlaubt

  • Wichtiges zu erst
  • Hinweise und Beispiele
  • Absätze mit max. 5 Sätzen (Sprachstufen abhängig ggf. weniger)

Verboten

  • Unwichtiges
  • Fragen
  • Querverweise
Empfohlen
  • Probelesen (laut)
  • Sprechrhythmus beachten

Leichte Sprache vom Profi

Ich übersetze Texte in Leichte Sprache.
Zum Beispiel für Museen, für Ausstellungen, für Kultur-Projekte.

Ich schreibe Leichte Sprache.
Zum Beispiel Informations-Texte, Katalog-Texte, Raum-Texte, Bereichs-Texte, Objekt-Texte.

Ich informiere über Leichte Sprache.

In eigener Sache

Meine Texte machen
Ihre Informationen für
alle Menschen verständlich.

Ich bin Kooperationspartnerin von prenn_punkt.

© Sistlau

© European Easy-to-Read Logo: Inclusion Europe. Weitere Informationen unter www.leicht-lesbar.eu

Leichte Sprache – Formattipps

Was man über Leichte Sprache wissen muss

Leichte Sprache ist wichtig.

Leichte Sprache verstehen alle.

Leichte Sprache brauchen sehr viele.

Leichte Sprache hat Regeln.

Leichte Sprache muss man lernen.

Leichte Sprache macht oft Texte länger.

Leichte Sprache hat drei Sprachstufen.

Leichte Sprache braucht Gestaltung.

Formattipps für Leichte Sprache

Fotos, Illustrationen, Abbildungen

Erlaubt

  • Gegenständliches
  • Fokussiertes (z. B.  gestochen scharfe Fotos)
  • Kontrastreiches
  • Informatives
  • Piktogramme

Verboten

  • Abstraktes
  • Unfokussiertes (z. B. unscharfe, verschwommene Fotos)
  • Kontrastarmes
  • Uninformatives (Behübschung)
  • Hintergrundbild
  • Wasserzeichen
Empfohlen
  • aussagekräfig
  • wenig
  • Kopierfähigkeit bedenken

Leichte Gestaltung

  • weniger ist mehr
  • „Langweiliges“ ist leichter zu erfassen
  • klare Strukturen
  • immer gleich
  • Schwarz auf Weiß
  • optische Fixpunkte
  • optische Unruhe (z. B. Kombinationen aus rechts-/linksbündig und zentriert) vermeiden
  • ausreichend Weißraum
  • kontraststark

Schrift

Erlaubt

  • groß, mind. 14pt
  • Sans Serifen (z. B. Arial, Century Gothic, Verdana, Tahoma)
  • normale Laufweite
  • fett
  • schwarze Schrift auf weißem Untergrund
  • kontrastreich

Verboten

  • Kleine Schriftgröße (unter 14 pt)
  • Serifen (z. B. Times New Roman, Courier New)
  • schmale Schrifttypen (z. B. Arial Narrow)
  • Wechsel der Schrifttypen innerhalb eines Dokuments
  • sehr kleine Laufweite (geringe Abstände zwischen den Buchstaben)
  • sehr große L a u f w e i t e (weite Abstände zwischen den Buchstaben)
  • GROSSBUCHSTABEN
  • Kapitälchen (Großbuchstaben, mit größerem ersten Buchstaben)
  • kursiv
  • kontrastarm
  • weiß Schrift auf schwarzem Untergrund
Empfohlen
Schriften
  • Arial
  • Lucida
  • Sans Unicode
  • wenig/nicht unterstreichen
  • Kopierfähigkeit bedenken

Ausrichtung

Erlaubt

  • Flattersatz
  • linksbündig
  • Zeilenabstand ab 1,5 pt

Verboten

  • Spalten
  • Blocksatz
  • rechtsbündig
  • zentriert
  • hoch-/tiefstellen (Buchstaben Zahlen, Wörter, Satzteile, Sätze, Absätze)
  • Zeilenabstand unter 1,5 pt

Gliederung

Erlaubt

  • Überschriften
  • Wichtiges zuerst
  • logische Reihenfolge (z. B. Zeitabfolge, Handlungsablauf)
  • ein Satz pro Zeile
  • ein Absatz pro Informationsblock

Verboten

  • keine Absätze (ungegliederter Textfluss)
  • mehrere Überschriftenebenen (wie in diesem Beitrag)
Empfohlen
  • sparsam
  • wesentlich
  • übersichtlich
  • schnörkellos

Markieren

Erlaubt

  • Aufzählungspunkte
  • fett
  • kontrastreich unterlegen (eingeschränktes Sehvermögen berücksichtigen)
  • Rahmen um den Text

Verboten

  • kontrastarm unterlegen
  • unterstreichen
  • durchstreichen
Empfohlen
  • Nur allerwichtigste Information hervorheben
  • Kopierfähigkeit bedenken

Papier

Erlaubt

  • helle Oberfläche
  • matte Oberfläche
  • festes Papier ab 80 g
  • leichter Karton

Verboten

  • dunkle Oberfläche
  • glänzende und/oder gemusterte Oberfläche
  • Wasserzeichenpapier
  • transparentes Papier
  • dünnes Papier unter 80 g
  • Seidenpapier

Leichte Sprache vom Profi

Ich übersetze Texte in Leichte Sprache.
Zum Beispiel für Museen, für Ausstellungen, für Kultur-Projekte.

Ich schreibe Leichte Sprache.
Zum Beispiel Informations-Texte, Katalog-Texte, Raum-Texte, Bereichs-Texte, Objekt-Texte.

Ich informiere über Leichte Sprache.

In eigener Sache

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alle Menschen verständlich.

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© European Easy-to-Read Logo: Inclusion Europe. Weitere Informationen unter www.leicht-lesbar.eu

Struktur ist der halbe Text

Warum kompliziert, wenn es einfach geht?

Stellen Sie sich viele bunte Bauklötzchen vor: Prismen, Zylinder, Würfel, Quader. Bauen Sie daraus keine kunterbunten Riesenpaläste, die Sie überall mit Drechselklötzchen aufmotzen. Bevorzugen Sie den schlichteren Bauhausstil. Er ist wesentlich funktionaler.

Gliederung und Vokabular

Ein strukturiert aufgebautes Gebäude braucht Fachvokabular vom Fundament bis zum Giebel. Vermeiden Sie aber Fremdwortmüllberge, sie versperren den Blick aufs Wesentliche. Fundamentale Ergebnisse brauchen kein Bauklötzestaunen übers Vokabular.

 Leserorientiert schreiben lernen

Einleitung & Kapitel

Schreiben Sie die Einleitung als interessanten Flur, der neugierig auf das gesamte Haus macht. Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse und Gedanken nachfolgend  im jeweils passenden Raum. Führen Sie in harmonischen Überleitungen von Raum zum Raum. „Struktur ist der halbe Text“ weiterlesen

Bloggen – ein wichtiges Vergnügen

Blogtext statt Probetext

Ein ärgerliches Prozedere wird in den letzten Jahren für salonfähig erklärt: Potenzielle AuftraggeberInnen verlangen vor Auftragserteilung Testkonzepte und Probetexte zu von ihnen vorgegebenen Themen.

In solchen Momenten klopft im Hinterkopf der Kreativen das Misstrauen an. Schließlich könnte es sich hierbei um einen Versuch handeln, frische und ungeschützte Arbeitsfrüchte gratis abzuernten. Dem Misstrauen folgt die Empörung. Warum Im Frisieralon kein Probehaarschnitt umsonst oder von ChirurgInnen keine Testoperation gratis verlangt wird, während bei schöpferisch Tätigen die Hemmschwelle bei Preisdrückerei ins Bodenlose sinkt, kann ein Zeichen der wirtschaftlich schlechteren Zeiten sein. In der Situation spiegelt sich offenbar die allgemeine Tendenz, den Sparstift zuerst bei Bildung und Kultur anzusetzen, wider. „Bloggen – ein wichtiges Vergnügen“ weiterlesen